Soul’n Samba: Vanessa da Mata

30. Mai 2010

Dem Genre Soul im engeren Sinn nähert sich zwar allenfalls der Titel Boa Sorte an, den Vanessa da Mata zusammen mit  Special Guest Ben Harper singt, aber wegen der innigen Dynamik in Komposition und Interpretation liegt dieser Begriff  für die ganze CD Sim nahe.

vanessadamata

Geboren (1976) und aufgewachsen ist sie im Bundesstaat Mato Grosso, also ungefähr im Zentrum des südamerikanischen Kontinents, kam aber schon mit 16 nach São Paulo, um in einer Frauen-Reggae-Band zu singen. Jobs als Backing Vocalist brachten sie mit Black Uhuru, Milton Nascimento und Baden Powell zusammen. Als sie mit 21 Chico César begegnete, entstand das gemeinsame Lied A Força que nunca seca und ihre Tätigkeit als Komponistin begann. Sie schrieb für Maria Bethânia, Caetano Veloso, Daniela Mercury und Ana Carolina. Eigene CDs waren dann Vanessa da Mata (2002),  Essa Boneca tem Manual (2004) und Sim (2007), ausgezeichnet mit Gold, Platin und einem Latin Grammy.

Auf  Sim (Ja!) stammen alle zwölf Titel aus ihrer eigenen Feder. Toningenieur ist Mario Caldato, der u.a. für die Beastie Boys und für Jack Johnson arbeitete. Die Eröffnung ist mit Baú rockig, leicht, erzählend. Boa Sorte ist oben genannt, wurde Nr. 1 in Brasilien, Portugal und der Schweiz. In Vermelho, wie Rot und vorwärtstreibend, hört man ihre Liebe zum Reggae, und zu Gast ist Jamaica-Legende Sticky Thompson (Percussion). Auch Nr. 1 wurde in Brasilien Amado, mit viel Romantik: Meine schöne Blume wird mir der Jasmin sein, Die besten Küsse, Deine! (hier der Text) Wunderbar präzise Rhythmik auf Pirraça, über der eine Gitarre elektrische Kommentare abgibt und Vanessa von Streichen des Tages erzählt. Zum Ausklang Minha herança: uma flor, sensible Lyrik, Vocals und akustische Gitarre von Vanessa.

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