Pandeiros von Fabiano Raposa

12. August 2009

Entlang der Beira Mar Norte, auch beliebte Trainingsstrecke für die Läufer der Stadt, bringt uns der Bus in die Vororte, Umsteigen im Terminal Trinidade, und schließlich nach João Paulo, wo Fabiano Raposa sein Atelier hat.

Das Meer ist in Florianopolis fast immer in Sichtweite. Die Ilha Santa Catarina, auf der ein Großteil der Stadt liegt, ist ringsrum mit feinsandigen Stränden gesegnet, beliebt bei Surfern, mit und ohne Kite oder Segel. Dazu ein rund 10 Kilometer langer Binnensee. Um zu baden, gut zu essen, gesehen zu werden, sich zu treffen, Partys zu feiern und Konzerten zuzuhören gibt es reichlich Gelegenheit für die Bewohner von Floripa, wie sie ihren Ort liebevoll nennen.

Wir sind angemeldet und werden herzlich begrüßt, von Fabiano, seiner Frau, sie spricht fast akzentfrei deutsch, und den zwei Mitarbeitern, einer davon ein hervorragender Musiker. Fabiano breitet zwischen den in Arbeit befindlichen Pandeiros seine guten Stücke aus. Sie bestechen optisch durch präziseste Verarbeitung und bestes Material. Elfenbeinholz, Zimtholz, gehämmerte Schellen, Felle und Mechanik aus eigener Werkstatt. Der Klang ist äußerst charmant, fein die Platinelas, satt die Bässe. Und das Gewicht, für die Spieler der neueren Techniken ein wichtiger Faktor, ist mit rund 400 Gramm kaum zu unterbieten.

Ich erwerbe eins der neuen Modelle. In letzter Zeit haben sich die 10 Inch als beliebte Größe eingependelt. Nun baut Fabiano Raposa einige Pandeiros in 10 ½ Inch. Der Unterschied im Klangvolumen ist hörbar, bei fast gleichbleibendem Gewicht. Eine der Luxustaschen, die Fabianos Mutter näht, wird mir noch über Nacht in der passenden Größe gefertigt.

Liebe alte Freunde von hier führen uns am nächsten Tag zu einigen besonders schönen Plätzen der Insel. Floripa wird uns in guter Erinnerung bleiben.

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