Es ist was Ernstes: Giana Viscardi

3. November 2009

Es gab Zeiten, da hat man zu bestimmten Musiken Ernste Musik gesagt. Dabei nehmen wir doch jede Musik ernst. Und manche ein bischen mehr. So die von Giana Viscardi.

São Paulo, Boston, Montreux und zurück

Mit sechs Jahren wußte sie, dass sie Sängerin werden möchte, mit elf textete sie zur Gitarre, und doch nahm sie einen kurzen Ausflug in ein Architekturstudium, in São Paulo. Eigene Gedichte und Plastische Kunst, Gedichtbände von Drummond de Andrade, die ganze Geschichte von Samba und Bossa Nova, Vorbilder die Größen der Musica Popular, immer mehr umgab sie sich mit Musikern, spielte auch mit der Banda Rebento Xote, Baião und Maracatu.

Mit zweiundzwanzig in die USA, um am Barklee College of Music, Boston, das, was Jazz ist aufzunehmen und auch gleich mit erstklassigen Musikern zu erproben. Mit vierundzwanzig (2001) beim Montreux Jazz Festival und dann 6 Europatourneen. 2003 brachte sie ihren Gitarristen Michael Ruzitschka aus Österreich mit. Ihre Musik, hauptsächlich Eigenkompositionen mit Arrangements von Michael, entsteht weiterhin in ihrer Heimat São Paulo, brasilianische Moderne und aktueller Jazz, feine Texte. Bekannter scheint sie inzwischen im Ausland zu sein.

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Giana in Kürze bei uns: Am 11. Dezember im Podium, Bayreuth, am 12. im JazzClub Minden und am 13. in Berlin, A-Trane.

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